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Lieferkettenunterbrechungen & Menschlichere Geschäftsmodelle

Starting: 11 Nov Ending

0 days left (ends 14 Dec)

Zur Ideengenerierung: Case Studies Lieferkettenunterbrechungen, Lösungsansätze dafür und Best Practices für neue, menschlichere Geschäftsmodelle.

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In dieser Ideation sind folgende Punkte gesucht:

  • Case Studies zur Unterbrechung von Lieferketten: Wo sind Ihnen Lieferengpässe aufgefallen? Kennen Sie die Ursachen? 
  • Lösungsansätze zur Lieferkettenunterbrechung: Was könnten Lösungsansätze zu beobachteten Lieferkettenunterbrechungen sein?
  • Best Practices für neue, nachhaltigere Geschäftsmodelle: Wie können in Zukunft Nullsummenspiele vermieden werden und menschlichere Geschäftsmodelle entstehen?

Hintergrund: Im Rahmen des COVID Pop-up Hub wurden - unterstützt vom Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) - mit über 30 interdisziplinären ExpertInnen Zukunftsszenarien zum Thema „Ökonomische Puffer“ zu entwickeln. Die Ergebnisse aus 3 Szenario-Workshops mit über 30 unterschiedlichsten ExpertInnen aus Wissenschaft, Unternehmen, Startups, Physik, AI, Philosophie, Psychologie, Medien, Kunst und der Next Generation, also Jugendlichen, 3 Online-Diskussionen mit 574 Likes und 486 Kommentaren, einer Online-Ideation mit 40 eingebrachten Ideen und Experteninterviews mit dem Komplexitätsforscher John Casti, dem Israelischen Nobelpreisträger Dan Shechtman und dem Künstlerischen Leiter der Ars Electronic Gerfried Stocker, lesen Sie in diesem ExpertInnenpapier. Kürzer auch in in der Präsentation oder im Blogartikel (an zweiter Stelle).

Entstanden sind Zukunftsszenarien zu folgenden Fragestellungen

Die HerausforderungWie können nachhaltigere, verantwortungsvollere und krisenfestere Geschäfts-modelle entwickelt und umgesetzt werden?  

  1. House of Cards: Die Krise hat gezeigt, wie sehr wir von globalen Lieferketten abhängig sind und wie stark es uns trifft, wenn diese Unterbrochen werden.

Die Challenge: Wie können krisenfestere Produktions- und Lieferketten geschaffen werden? 

Diskussion: https://popuphub.at/de/consultation/37486

  1. End the Zero Sum Games: Muss der eine immer verlieren, wenn der andere gewinnt, oder geht es auch anders? In seinem Buch „Humankind - A Hopeful History“ zeigt Rutger Bregman in beeindruckender Art und Weise, dass es nicht so sein muss. Im Gegenteil: Kooperation war und ist einer der wichtigsten Faktoren für den langfristigen Erfolg und das Überleben der Menschheit.                                                        

Die Challenge: Wie können Nullsummenspiele vermieden werden und neue, nachhaltigere Geschäftsmodelle entstehen und geschaffen werden? 

Diskussion: https://popuphub.at/de/consultation/37415

  1. Too Fast and Too Furious – Langfristiges vs. kurzfristiges Denken: Moderne Managementsysteme wie z.B die Balanced Scorecard und Bonussysteme, die auf Erfolge in ein bis zwei Jahren ausgelegt sind, begünstigen kurzfristiges Denken und zerstören langfristige Lösungen und Innovation. Das Postulat der Economy of Scales fördert zudem Quantität vor Qualität, was Staaten wie China kurzfristig gewinnen lässt.                                                                                              

Die Challenge: Was kann dem entgegengesetzt werden? Wie können andere Modelle aussehen? Wie kann langfristiges, statt kurzfristiges Denken in Management-Bonussysteme implementiert werden?

Diskussion: https://popuphub.at/de/consultation/37487

Auf Basis der entstandenen Szenarien gehen wir jetzt tiefer in einzelne Themenstellungen hinein. Diese Ideation ist Teil dieses Vorhabens.

Foto: Pixabay/Pexels

 

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Author: andrea_geringer Date: 24 November 2021

Meine Cousine kann es immer noch nicht ganz glauben. Entrüstet erzählt sie mir von ihrer Enttäuschung: Die Sneaker, auf die sie schon so lange hin gespart hatte, seien nicht mehr lieferbar - und das schon seit Wochen. Sie ist eine treue Liebhaberin des Sportherstellers Puma - umso härter trifft sie die Erkenntnis, dass sie sich von der Wunschvorstellung ihrer geliebten Turnschuhe unter dem Christbaum verabschieden kann. Auch wenn ich ihre religionsartige Verherrlichung dieser Sneaker nicht ganz nachvollziehen kann, ist mir bewusst, dass meine Cousine hier keinen Einzelfall darstellt. Grund dafür sind weltweite Lieferausfälle, die nun auch den Sneaker-Markt heimsuchen und insbesondere Konzernriesen wie Puma, Nike und Adidas negativ beeinträchtigen. Speziell Vietnam, ein Hauptproduzent von Turnschuhen, ist stark von der Delta-Variante des Covid Virus betroffen, woraufhin ein strikter Lockdown die Produktion komplett lahm legte. Die anfangs noch hochgepriesene Globalisierung scheint, insbesondere in Zeiten der Covid19-Pandemie, vielen Sportartikelherstellern in den Rücken zu fallen. Die Maßnahmen, die aufgrund des Ausbruchs einer unberechenbaren Krankheit notwendig werden, zeigen deutlich, wie fragil die Konzentration der Produktion auf ein und demselben Hersteller in Billiglohnländern ist. Und wie wenig die Welt auf Krisensituationen wie jene, die uns jetzt begegnen, vorbereitet ist. Hinzu kommt ein Mangel an Containern und ein drastischer Kostenanstieg der Frachtraten. Alternativ soll nun die Fertigung der Schuhe nach Indien, China und Indonesien verlagert werden. An der Nachhaltigkeit dieser Notlösung ist jedoch zu zweifeln.

Obwohl die Pandemie und ihre Folgen sowie die damit einhergehenden Lieferengpässe in zahlreichen Produktkategorien wieder einmal die Fragilität von globalen Lieferketten sowie zugleich die Wichtigkeit einer regionalen Herstellung aufzeigen, wird die Chance zum Umdenken in der Pandemie außer Acht gelassen und sehnsüchtig auf eine Rückkehr zur Normalität gewartet. Wie so oft bewahrheitet sich wieder die Annahme, dass die Probleme der Globalisierung bereits vor dem Ausbruch des Coronavirus bestünden und die Pandemie sie nur noch deutlicher ans Licht bringe. Es wird endlich Zeit an eine Einstellungsänderung zu appellieren, die nicht nur uns als Konsument*innen, sondern auch die großen Konzerne betrifft, sodass eine Aussicht auf eine neue Normalität begrüßt und Chancen sinnvoll genutzt werden können.

 

Leeres Supermarktregal

Category: Case Study Lieferkettenunterbrechung
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Author: Aleksandar Havlovic Date: 24 November 2021

Der Beginn der Covid-19 Pandemie und die damit einhergehenden Maßnahmen wie das social distancing, haben für große Herausforderungen und zu einem Umdenken innerhalb der Gesellschaft geführt. Denn durch die veränderten Lebensumstände, gewinnen einige Produkte, von denen ich es nicht erwartet hätte, an Bedeutung. Wie alle bereits wissen, haben die Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 einige negative Auswirkungen auf die Wirtschaft zur Folge. Jedoch war es meines Erachtens weniger offensichtlich, dass diese auch gesundheitlich negative Folgen ergeben können. Vor dem Lockdown war der Besuch des Fitnessstudios für viele Personen von enormer Wichtigkeit, um gesund und ,,fit“ zu werden bzw. zu bleiben. Zusätzlich kam es zur Schließung von Schulen und Universitäten und das distance learning wurde eingeführt. Für mich persönlich war dies körperlich sehr belastend, da ich sehr viel Zeit im Bett und vor dem PC verbracht habe. Daraus resultierten Verspannungen im Nacken und im Rücken, diese führten wiederum zu Schmerzen. Also habe ich mich nach Rücksprache mit einer Physiotherapeutin dazu entschieden ein neues Bett inklusive Matratze und Polstern zu kaufen. Nach dem Kauf des Bettes und der Polster habe ich zusätzlich einen Topper kaufen wollen. Am letzten Tag vor dem jetzigen Lockdown habe ich einige ,,Matratzen Concord“ Shops nach dem passenden Topper abgesucht und auch den einen gefunden. Jedoch war dieser reserviert und ich beschloss den Topper auf der Onlinewebsite zu bestellen. Zwei bis drei Tage nach der Bestellung und Bezahlung der Ware kam die große Überraschung… Eine E-E-Mail in welcher drinnen stand, dass es zu längeren Verzögerungen kommen wird. Und weiterhin muss ich auf dem unbequemen Bett mit schmerzendem Rücken schlafen.


Nach einiger Recherche bin ich draufgekommen, dass es in der gesamten Matratzenindustrie zu hohen Lieferengpässen gekommen war. Diese resultieren aus einer Kombination der erhöhten Nachfrage und Rohstoffknappheit. Denn nach dem Lockdown war ich anscheinend nicht der Einzige, der sich eine neue Matratze anschaffen wollte. Es kam zu einer unerwartet hohen Nachfrage an Matratzen und Möbel. Zur selben Zeit haben Produktionsstillstände bei den Rohstofflieferanten zu Verknappungen der Schaumstoffe geführt. Als logische Konsequenz aus der hohen Nachfrage und des geringen Angebots sind ebenso Preiserhöhungen zu erwarten.    

 

 

Category: Case Study Lieferkettenunterbrechung
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Author: Phillip Frankhofer Date: 23 November 2021

Die Covid-19-Pandemie hat nicht nur zu Einschränkungen der materiellen Bedürfnisse von Konsument*innen geführt, sondern auch produzierende Unternehmen getroffen. Wie jede Krise hat dies zu Gewinnern und Verlierern geführt. Ich arbeite bei einem weltweit tätigen Forst- und Gartengerätehersteller und kann deshalb bestätigen, dass wir zu den unerwarteten Gewinnern der Krise zählen. Die gesamte Gartenbranche hat einen ungemeinen Aufschwung im letzten Jahr erzielt. Wir erinnern uns an die Schlangen vor den Baumärkten nach dem ersten Lockdown: Viele Menschen waren in Kurzarbeit, verreisen durfte man nicht und deshalb fanden viele, dass es doch sinnvoll wäre, sein Zuhause und auch den eigenen Garten aufzuwerten, denn irgendetwas will man ja doch mit seinem hart erarbeiteten Geld anstellen. Man denke an die sämtlichen Swimming-Pools, die im Frühjahr und Sommer 2020 vergraben bzw. aufgestellt wurden. Viele neuen Hochbeete wurden gebaut und auch der neue Rollrasen musste verlegt werden. Alle wollten sich in dieser unsicheren Zeit mit irgendetwas sinnstiftenden beschäftigen.

Uns als Gartengerätehersteller traf diese Nachfrage besonders stark, denn die neu angelegten Hecken, Wiesen und Gemüsebeete mussten ja auch gepflegt werden. Da kamen unsere Produkte ins Spiel. Bereits die letzten Jahre zuvor hatten wir mit zweistelligen Umsatzplus abgeschlossen, doch das Jahr 2020 hob die Latte noch höher.

Dann kam das Jahr 2021, die Impfung war plötzlich da und alle dachten jetzt machen wir dort weiter, wo wir 2019 aufgehört haben. Doch es kam anders und auch der Sommer 2021 wurde von vielen nicht zum Verreisen genutzt, denn sie hatten es ja jetzt so schön zuhause und warum verreisen, wenn es doch zuhause am schönsten ist und man letztes Jahr so viel Geld ins Eigenheim gesteckt hatte. Und so kam es, dass wir die Lager nicht so schnell füllen konnten, wie es die Nachfrage verlangte. Das Rekordjahr hatte die Reserven des Konzerns stark reduziert und somit bekamen die großen Märkte Vorrang bei den Auslieferungen. Der im Verhältnis kleine österreichische Markt war hier naturgemäß im Nachteil. Auch die Chips von unseren Robotermähern bekamen wir nicht geliefert und so konnten die smarten Produkte nicht vollendet werden.

Die Produktionskette stand somit in vielen Bereichen still und viele neue Modelle unserer Produkte mussten um ein Jahr verschoben werden. Selbst die Ressourcen, die noch zu bekommen waren, verteuerten sich stark: Ein Schiffscontainer für die Lieferung aus Fernost nach Europa kostete vor der Krise € 3.000, doch nun muss man mit € 13.000 pro Container rechnen. Selbst bei den „Euro-Paletten“ hat die Verteuerung nicht Halt gemacht, denn auch Holz ist teuer und rar geworden und wird deshalb oft exportiert, weil man zum Beispiel in den Vereinigten Staaten bessere Preise damit erzielt als in Österreich.

Das sind alles Kosten die man nun mit einkalkulieren muss und deshalb überlegen viele Hersteller ihre Produktion nach Europa zurückzuholen. Viele unserer Werke befinden sich bereits in Europa und selbst unsere gesamten Akkuprodukte werden in Tirol gefertigt. Doch bei vielen Ressourcen ist man weiterhin von China abhängig und das wird sich auch in Zukunft so schnell nicht ändern können. Manche Produkte können wir nach wie vor nicht liefern und unsere Kunden*innen die teilweise schon Monate darauf warten müssen, bringen ihren verständlichen Frust in unseren Social-Media-Kanälen lautstark zum Ausdruck. Doch die ersehnte Entspannung ist weiterhin nicht in Sicht. Es wird leider noch länger dauern, bis man die betriebsinterne Beschaffungslogistik so weit optimiert hat, um Lieferengpässen bestmöglich entgegen wirken zu können.

Category: Case Study Lieferkettenunterbrechung
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Author: Clemens Steinkellner Date: 23 November 2021

Jeder kennt die Vorfreude auf Etwas, worauf man schon seit einem längeren Zeitraum wartet. Es gibt ein Release-Date, man wird wieder zu einem ungeduldigen kleinen Kind und möchte es einfach sofort haben. 

 

So ging es mir bei der Playstation 5. 

 

Im Jahr 2013 ist die Playstation 4 rausgekommen, also schon acht lange Jahre her. Auf Grund der aktuellen Covid-Pandemie und den vielen Lockdowns „freute“ ich mich auf eine Beschäftigung, für zuhause, durch die neue Playstation 5. 

Ich vertraute auf mein Glück, und hoffte wieder eine PS5 in einem Geschäft abstauben zu können, darum habe ich mich gegen eine online Vorbestellung entschieden. Doch ein Lockdown genau in dem Zeitraum, in dem der Release-Day angesetzt war, zog mir einen Strich durch die Rechnung, denn alle Geschäfter hatten geschlossen. 

Ich brauchte einen neuen Plan, um an die PS5 zu gelangen und es gab nur noch eine Möglichkeit, nämlich über die Onlineplattformen der Händler, eine zu ergattern. Dies ist im Normalfall aber ein Ding der Unmöglichkeit, da man nie die genaue Uhrzeit, wann die Kaufoption freigeschaltet wird, erfährt, und ebenfalls nicht, die genaue Anzahl an Konsolen, die von den jeweiligen Händlern verkauft werden.

Ich versuchte am Release-Day, ab dem Zeitpunkt, als der Uhrzeiger von Mitternacht auf null Uhr sprang, eine Playstation 5 zu bekommen. Doch das Schicksal hatte andere Pläne für mich vorgesehen, denn, bis fast vier Uhr in der Früh, konnte ich keine Konsole erwerben. Meine Nerven lagen blank und ich kroch verzweifelt und enttäuscht in mein Bett. Alles fühlte sich leer an und ich war davon überzeugt, dass die gesamte Welt gegen mich war.

 

Am nächsten Morgen wachte ich völlig lustlos und unmotiviert auf. Ich kann mich an diesen Tag erinnern, als wäre er gestern gewesen. Ich machte mir ein Frühstück und einen Kaffee, setzte mich zu Tisch, doch es schmeckte mir nicht wie sonst. Etwas war anders an diesem Morgen und ich wusste auch ganz genau was – der Misserfolg bei dem Erwerb einer Playstation 5 lag mir im Magen. 

Frustriert setzte ich mich auf meine Couch, zückte mein Handy und ging wieder auf die Plattformen, um weiterhin zu versuchen eine PS5 zu bekommen. Doch wie bereits in der Nacht davor hatte ich stundenlang kein Glück. Ich hatte nach etwa fünf Stunden zwischen den Händlern hin und her wechseln und immer wieder die Seiten aktualisieren, die Hoffnung so gut wie aufgegeben. Doch dann geschah plötzlich das unmögliche. Ich konnte auf den Kaufen-Butten drücken und eine Konsole bestellen. Mein Tag, mein Monat, nein mein Jahr war gerettet! 

Voller Freude berichtete ich jedem meiner Bekannten, Verwandten und Freunden von meinem Erwerb. Selbst die Wolken, an diesem grauen Tag, verflogen und die Sonne begann mit mir um die Wette zu strahlen. 

 

Wo genau hier ein Engpass vorliegt, fragt ihr euch jetzt?

 

Naja, ich war einer der wenigen Glücklichen, der an diesem Tag eine PS5 kaufen konnte, doch Millionen von Menschen weltweit warten bis heute auf die Möglichkeit eine Playstation 5 kaufen zu können. Der Release-Day ist bereits über ein Jahr her und der Engpass konnte bis jetzt nicht in den Griff gebracht werden. Sony CFO, Hiroki Totoki, geht sogar davon aus, dass die hohe Nachfrage an der Konsole nicht mal im Jahr 2022 gestillt werden kann.

Category: Case Study Lieferkettenunterbrechung
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Author: Katharina Jarosch Date: 22 November 2021

Nachdem meine zwei Mitbewohnerinnen und ich vor einem Monat eine WG gegründet haben, sind wir nun damit beschäftigt die Wohnung so schön wie möglich, aber auch gleichzeitig an ein Studentinnen-Budget angepasst, einzurichten. Obwohl wir versuchen die Suche nach Möbeln so nachhaltig wie möglich zu gestalten, haben wir doch den einen oder anderen Ausflug zum Ikea machen müssen, da man gewisse Produkte nur schwer gebraucht kaufen kann und die nachhaltigen Alternativen leider teilweise unser Budget gesprengt hätten. Im Zuge unserer Einkäufe bei Ikea mussten wir leider feststellen, dass viele der Produkte, die wir uns vorher online angesehen hatten, leider nicht mehr verfügbar waren oder eine wochenlange Lieferzeit hatten. Deswegen haben wir uns dann doch dazu entschieden, manche unserer Möbel und Lampen bei einem nachhaltigen Onlinestore (made.com) zu kaufen. Die Produkte sind zwar wesentlich teurer, aber wir erhofften uns, dass wir schneller mit dem Einrichten unserer Wohnung fertig werden. Wir mussten dann leider feststellen, dass die Wartezeit für eine Lampe, auf die wir uns nach langem hin und her einigen konnten, mindestens 16 Wochen betragen würde. Abgesehen davon, dass die Situation sehr ärgerlich war, habe ich begonnen mich zu fragen, warum man in einer so schnelllebigen Gesellschaft 4 Monate auf gewisse Produkte warten muss.  

Anscheinend wird Ikea in Europa den Verkauf gewisser Produkte auflassen und sich auf den Verkauf der in Europa produzierten Artikel fokussieren. Der Hauptgrund für diese Entscheidung und die starken Lieferverspätungen sind Seefrachtprobleme. Durch die weltweite COVID 19-Pandemie sind Schiffe überbucht bzw. verspätet. Durch das längere Stillstehen einiger Häfen in den vergangenen Monaten, sind diese nun überlastet. Das Angebot der Produkte kann nicht geliefert werden, aber gleichzeitig steigt die Nachfrage, weil viele Personen sich im Lockdown befinden und somit viel mehr Zeit zuhause verbringen bzw. generell mehr Zeit haben. Das führt dazu, dass die Motivation steigt Änderungen bzw. Verbesserungen in den eigenen vier Wänden durchzuführen, die man normalerweise vor sich herschiebt.

Ob beziehungsweise, wann wir unsere Wohnung eingerichtet haben, wird sich wahrscheinlich erst in den nächsten Monaten herausstellen. 

Category: Case Study Lieferkettenunterbrechung
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Author: JessicaFruzynska Date: 22 November 2021

Die gegenwärtige Pandemie und die Maßnahmen der Regierung haben viele Veränderungen für unsere Gesellschaft mit sich gebracht. Es ist kaum zu leugnen, dass Corona etliche negative Auswirkungen auf das Leben der meisten Menschen hatte.  Gibt es aber auch gewisse Aspekte die positiv erlebt wurden oder wahrgenommen werden können? Medien berichten von einer Werteverschiebung der österreichischen Bevölkerung. Im Konkreten soll das bedeuten, dass sich Prioritäten mit der Krise verändert haben. Themen wie Gesundheit, Nachhaltigkeit und Regionalität rücken in den Fokus. Die Schließung des stationären Handels hatte in unterschiedlichen Ausprägungen Einfluss auf unser Konsumverhalten. Es wurde Bewusstsein dafür geschaffen, dass es sich auch mit weniger auskommen lässt. Dieser Bewusstseinswandel führt erneut zur Kritik der Fast-Fashion Industrie. Ein Geschäftsmodell, bei dem weder Umwelt- noch Sozialstandards eingehalten werden. Daher möchte ich im Folgenden ein Best Practice Beispiel für ein nachhaltiges Geschäftsmodell in der Bekleidungsindustrie vorstellen. 

The Slow Label ist ein kleines Fair Fashion Unternehmen, gegründet von der österreichischen Bloggerin Anna-Laura Kummer. Das Geschäftsmodell baut auf dem Gedanken der Kreislaufwirtschaft auf. Das Konzept zielt darauf ab, dass Produkte, Materialien und Komponenten innerhalt eines Kreislaufs wiedergenutzt und recycelt werden. Die vielseitig kombinierbaren Basics des Labels werden aus Tencel, Bio-Baumwolle, Bio-Wolle oder recycelten Polyester in Europa und Marokko unter fairen Bedingungen produziert. Die junge Unternehmerin setzt auf nachhaltige Materialien, Transparenz in der Supply Chain und Offenlegung der Preiskalkulation. Fast Fashion hat vergleichsweise lange, unübersichtliche Lieferketten und wird auf Kosten der ArbeiterInnen in Drittstaaten billig hergestellt. Das bedeutet qualitativ minderwertige Kleidung, die häufig aus Polyester gefertigt wird und aus diesem Grund einen kurzen Produktlebenszyklus hat, bevor das Kleidungsstück im Müll landet. The Slow Label setzt auf hohe Qualität und zeitloses Design, welche dazu beitragen, dass die Kleidungsstücke langlebig sind. Diese Geschäftsstrategie führt zu einer Verlangsamung der Ressourcenkreisläufe und hat in weiterer Folge positive oder zumindest weniger negative Auswirkungen auf die Umwelt. Last but not Least unterstützt Anna-Laura Kummer Second-Hand Shopping, indem getragene Kleidung ihrer Marke auf willhaben verkauft. Secondhand-Kleidung ist eine gute Option für nachhaltige Konsumenten, da Kleidung nicht so schnell entsorgt wird und in weiterer Folge auch die Nachfrage nach neuer Mode senkt - und somit auch den Rohstoffverbrauch.

Category: Best Practice neue, menschlichere Geschäftsmodelle
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Author: Martin Federlein Date: 20 November 2021

"The way to hell is paved with good intentions"

Dieses Sprichwort fasst die Lieferkettenunterbrechung bzw. die daraus resultierende Strompreisentwicklung Deutschlands in den letzten Jahren zusammen. Während beispielsweise in Österreich im Jahr 2020 die Kilowattstunde etwa 2020 rund 18 bis 22 Cent je nach Bundesland und Netzgebiet kostete, lag dieser Preis in Deutschland durchschnittlich bei 34,77 Cent, die höchsten Strompreise in Europa. Wie es dazu kam? Der radikale Umstieg auf erneuerbare Energien, allen voran Solar- und Windenergie, welcher am Ende weder ausreichend Strom, noch eine Verbesserung des CO²-Austoßes mit sich brachte. Nun werden manche entrüstet entgegnen: 

Der Teufel liegt wie üblich im Detail. Grundlegend ist festzuhalten: Deutschland ist ein Industrieland mit ca.  83 Millionen Einwohnern und einem entsprechend hohen Strombedarf - einerseits für die eigene Bevölkerung, andererseits für die heimische Industrie, Forschung und Infrastruktur. Mit dem Umstieg auf erneuerbare Energien war gleichzeitig die Schließug von Atom- und Kohlekraftwerken verbunden, um umweltfreundliche Energie zu produzieren und prognostizierte Klimaschäden durch einen hohen Ausstoß an CO² zu verhindern.  So wurden beispielsweise Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von 54 Gigawatt angeschafft, um diesen Strombedarf zu decken. Warum also ist der Strompreis dennoch so explodiert? Der Teufel im Detail heißt: installierte Leistung.

Die installierte Leistung mag zwar im Ausmaß von 54 Gigawatt sein, heißt: Unter optimalen Bedingungen wird diese Leistung erzeugt, jedoch wird diese Zahl in der Realität niemals erreicht werden können. Gründe hierfür sind unter anderem:

- schlechte Wetterbedingungen
- geringe Sonneneinstrahlung
- ineffiziente Einstrahlungswinkel
- das Naturphänomen Sonnenuntergang/Nacht


Gemäß https://strom-report.de/photovoltaik haben jene Photovoltaikanlagen im Jahr 2020 etwa 51,4 Terrawattstunden (51.400 Gigawattstunden) an Strom erzeugt, was umgrechnet (geteilt durch 365 Tage x 24 Stunden) etwa 5,86 Gigawatt sind und in etwa nur 11% der installierten Leistung von 54 Gigawatt entspricht. Darüberhinaus werden diese 11% nicht gleichmäßig über Jahr erzeugt, sondern primär im Sommer in den Mittagsstunden und da man diese Energie nicht speichern kann,  ist sie auch nur in eben jenem Zeitraum nutzbar (und das kratzt die Problematik der Haltbarkeit und Entsorgung von Photovoltaikanlagen noch gar nicht an).

Das Ergebnis: Aufgrund des Strommangels musste Deutschland aus Nachbarländern, allen voran Frankreich, notgedrungen Strom einkaufen und seine Kohlekraftwerke wieder hochfahren, was in Folge zu stetig steigenden Stromkosten für die Endverbraucher und einem höheren CO2-Ausstoß geführt hat, als wenn die Kraftwerke permanent gelaufen wären.  Ist der Umstieg auf erneuerbare Energie deshalb sinnlos? Keineswegs, aber er muss intelligent und pragmatisch sein, statt ideologisch getrieben. Womöglich wird Kritik laut, dass man dadurch den Planeten rettet und deshalb ein höherer Strompreis nur ein geringes Übel sei:

Die wenigsten Personen mit dieser Einstellung (wir müssen kürzer treten/mehr Steuern zahlen) setzen diese Logik bei sich selber an und überdenken das eigene Konsumverhalten, beispielsweise den Kauf und Gebrauch von Autos, (Flug)Reisen oder Elektronik in Form von Handies, TV, Spielekonsolen etc., weshalb diese Mentalität logischerweise wenig überzeugend auf Mitmenschen wirkt. Zudem ist zu bedenken: Hohe Stromkosten treffen zu allererst und am härtesten die ärmeren Bevölkerungsschichten und verringern ihren Lebensstandard. Die Kluft zwischen reich und arm wird massiv verschärft insbesondere im Hinblick darauf, wie sehr die Bevölkerung mittlerweile auch von Elektronik (Mobiltelefon, Internet, Computer) abhängig ist, sowohl privat als auch im Berufsleben. Ferner geht es nicht nur um höhere Stromkosten für die Bevölkerung: Die komplette Industrie samt Produktion sowie Teile der Infrastruktur (Beleuchtung etc.) sind ebenfalls Strompreis-sensitiv, heißt: Höhere Kosten bei der Produktion oder Erhaltung (durch einen höheren Strompreis) werden früher oder später in der Wertschöpfungskette auf den Konsumenten abgewälzt. Die Kosten und Steuern für Produkte, Dienstleistungen und Lebenserhaltungskosten steigen für alle und Firmen lagern womöglich ihre Produktion gänzlich aus und verlassen das Land. Der Lebensstandard sinkt, die Schere zwischen Arm und Reich wächst noch weiter und die Handlungsfähigkeit (durch Forschung, Entwicklung und der Ressourceneinsatz zur Krisenbewältigung) des gesamten Landes sinkt kontinuierlich.

Was man tun kann? Kompromisse finden. Die E.U. berät derzeit, allen voran getrieben von Frankreich, Kernenergie umzustufen und wieder zu fördern. Nicht verwunderlich, da das Land etwa 58 Reaktoren an 19 Standorten nutzt. Die Vorteile von Kernenergie sind einerseits eine hohe Energieausbeute und kein CO2-Ausstoß. Winner, Winner - Chicken Dinner? Die Problematik zur optimalen Entsorgung von Atommüll wird zwar stetig besser, ist aber nach wie vor nicht gelöst. Zudem herrscht berechtigte Sorge im Falle eines Unglücks mit desaströsen Folgen, siehe Fukushima und Tschernobyl, welcher trotz steigender Sicherheitsmaßnahmen nicht völlig ausgeschlossen ist. Zwar nimmt man gesellschaftlich ein gewisses Risiko für höhere Effektivität in Kauf (beispielsweise Autobahnen mit hoher Geschwindigkeitsbegrenzung), jedoch gilt es sachlich und objektiv Vor- und Nachteil aller Optionen abzuwägen, egal, ob sie pauschal als "gut" oder "schlecht" empfunden werden.

Category: Case Study Lieferkettenunterbrechung
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Author: Katharina Samsula Date: 17 November 2021

April 2019: Das neuartige Corona Virus namens „Covid-19“ hat sich auf die Reise gemacht und ist nun auch in Österreich endgültig angekommen. Österreich liegt lahm. Der einzige Lichtblick für viele zu diesem Zeitpunkt – bald ist Ostern. Noch glauben einige schließlich, in drei Wochen ist alles wieder vorbei. „Wir sehen uns nach den Osterferien“, heißt es von Dozent*innen und Kolleg*innen. Aber zunächst soll ein schönes Fest im engsten Familienkreis gefeiert werden. Und wie bekannt darf hierbei eines traditionell nicht fehlen, das beliebte Osterbrot. Die Österreicherinnen und Österreicher machen sich daher auf den Weg in den Supermarkt, um alles für das große Backen vorzubereiten, so auch ich. Egal ob mit oder ohne Rosinen, eine ganz bestimmte Zutat wird jedenfalls benötigt, die Germ. Im Supermarkt angekommen herrscht Chaos. Die Massen stürmen auf die Regale zu – besonders beliebt ist jegliches Dosenfutter, Toilettenpapier und Pasta. Die Panik breitet sich unter der Bevölkerung aus, jeder hat Angst nicht genug zu bekommen, bevor alles dicht gemacht wird , so glauben einige zumindest. Da stehe ich vor dem Regal, das üblicherweise gut befüllt ist mit Mehl, Zucker und Germ. Ich fühle mich ein wenig wie im wilden Westen nach einer üblen Schießerei. Plötzlich ist alles rundherum still, es herrscht totale Leere und an mir wehen nur mehr die letzten Überreste an Verpackungsmaterial vorbei. Kein Mehl, kein Zucker und keine Germ weit und breit. Nur mehr drei Packungen der wohl offenbar unbeliebteren, teuren Bio-Vollkorn-Dinkel und -Buchweizen Mehlsorten bieten sich mir aus der zweiten Etage an. Dieser Zustand ist zu diesem Zeitpunkt keine Ausnahme, in ganz Österreich mangelt es an der gewünschten Ware. Sowohl die Spar-, Billa- als auch Hoferfilialen können hier nicht weiterhelfen. Auf frisches Osterbrot muss wohl vorerst noch verzichtet werden, vielleicht habe ich ja morgen mehr Glück, denke ich und vermutlich auch viele andere Ostern-Fans. Zumindest die Schokoeiersuche kann mir keiner verderben.

Ähnliche Szenarien spielten sich zu diesem Zeitpunkt auch in Deutschland ab, aus dem wir in der Regel einen Großteil an jenem Rohstoff importieren, der zur Herstellung der Germ dringend benötigt wird. Dies schien zunächst eine logische Ursache für den extremen Germ-Mangel zu sein. Offen blieb jedoch die Frage, wie es sein konnte, dass die Supermärkte große Probleme mit der Befüllung der Germ Regale hatten, während es sowohl großen als auch kleinen Bäckereien nicht an Osterbrot und jeglichen anderen Backwaren mangelte. Der Grund dafür stellte sich als relativ banal heraus: Germ an sich stand reichlich zur Verfügung, jedoch mangelte es an Verpackungsmaterial, speziell jener Folie, in die unter anderem auch Germ eingewickelt wird. Die Belieferung der Bäckereien war kein Problem, da aufgrund der Großpackungen hierfür weniger Verpackungsfolie erforderlich war. Das traditionelle Osterfest konnte daher erfreulicherweise wie üblich mit frischem Osterbrot am Tisch abgehalten werden. Für die Supermärkte, die die Ware üblicherweise zu sehr geringen Mengen abgepackt verkaufen, reichte die Folie jedoch vorübergehend nicht aus. Es handelte sich bei dem Übeltäter, welcher für die panischen Zustände vor dem Backwarenregal verantwortlich war, also bloß um ein kleines, nicht vorhandenes Stücken Verpackungsfolie.

Category: Case Study Lieferkettenunterbrechung
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Author: Hanna Mädl Date: 16 November 2021

Der Ausbruch der Corona-Pandemie und die damit verbundene globale Gesundheitskrise stellen die Wirtschaft seit Ende 2019 vor außerordentliche Herausforderungen. Die Auswirkungen des Virus sowohl auf der Nachfrage-, als auch auf der Angebotsseite resultieren in drastischen Unterbrechungen weltweiter Lieferketten. Intensiviert werden diese Unterbrechungen durch strenge Quarantäne-Maßnahmen, Grenzschließungen oder dem Just-in-Time Produktionskonzept, welches in den letzten Jahren verstärkt von Unternehmen eingesetzt wird, um hohe Lagerbestände zu verhindern.

Für uns alle werden diese Lieferengpässe und die damit verbundenen Stillstände in Produktionslinien durch Out-of-Stock Situationen in Geschäften, Lieferverzögerungen oder dramatischen Preisveränderungen sichtbar.

Die Corona-Krise verdeutlicht also ganz klar, wie anfällig und instabil Lieferketten aufgrund ihrer Komplexität in der heutigen Zeit sind. Doch welche Gegenmaßnahmen können Unternehmen ergreifen, um in Zukunft auf eine derartige Problematik besser reagieren zu können und den Schaden so minimal wie nur möglich zu halten?

Die Antwort lautet: Vorsorgen in der Lieferkette mit Supply Chain Risk Management.

Die Tatsache, dass unser Leben, so wie wir es gewohnt sind, durch unvorhersehbare Ereignisse von einem Tag auf den anderen verändert werden kann, widerspiegelt sich darin, dass Quarantänebestimmungen ausgelöst durch einen Virus plötzlich Lieferketten auf der ganzen Welt unterbrechen. Und obwohl es noch eine Vielzahl anderer Risikofaktoren gibt, die zu solchen Unterbrechungen von Lieferketten führen können, kann dennoch beeinflusst werden, in welchem Ausmaß diese von derartigen Geschehnissen beeinträchtigt werden. Der Ansatz, welcher genau solche Unsicherheiten über zukünftige Entwicklungen und Ereignisse in den Entscheidungsprozess mit einfließen lässt, ist das risikobewusste Lieferkettenmanagement. Mittels der dadurch erlangten Absicherung gegenüber Lieferketten-Risiken durch den Einsatz von Maßnahmen, Technologien und Prozessen, wird gleichzeitig die Robustheit einer Lieferkette gestärkt.

Demzufolge sollten Unternehmen frühzeitig Strategien entwickeln, um möglichen Störungen proaktiv entgegenwirken zu können. Der Prozess beginnt mit der Identifikation möglicher externer, sowie interner Bedrohungen, wobei kontinuierlich und andauernd Informationen über diese gesammelt werden müssen. Um diese Informationen vereinfacht darzustellen, halte ich es für sinnvoll, potenzielle Risiken anhand verschiedener Kriterien in einer Risiko-Matrix darzustellen. Somit ist einfach zu erkennen, welche konkreten Risiken die größte Gefahr darstellen und folglich mit höchster Sorgfalt behandelt werden müssen. Für jedes potenzielle Szenario sollen infolgedessen alternative Handlungsmaßnahmen erstellt werden. Durch dieses proaktive Handeln wird es Unternehmen ermöglicht, Störungen zu vermeiden und im Ernstfall schnell und effizient zu reagieren, wodurch natürlich auch einiges an Aufwand und Kosten gespart werden kann.

Category: Lösungsansatz Lieferkettenunterbrechung
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Author: charlotte zdarsky Date: 15 November 2021

367 Tage stehe ich schon in der Halle und warte. Ich kann nichts anderes machen als warten. Am Anfang war noch ein großes Gewusel an Technikern und Leuten um mich herum. Doch Tag für Tag werden es weniger. Mittlerweile ist mein einziges Entertainment die wöchentliche Putzkolonne.

Eigentlich wäre mein Leben perfekt. Ich wäre komplett funktionsfähig, doch mir fehlt noch ein klitzekleines Teil.

Jeden Tag habe ich den gleichen Traum. Sirenen gehen an. Es herrscht hektische Stimmung. Ich bin aufgeregt. Ein neuer Einsatz beginnt. Die Feuerwehrmänner machen sich bereit. Sie rennen. Aber nicht zu mir. An mir vorbei. Sie schauen mich nicht einmal an, denn ich bin noch nicht zu 100% perfekt. So endet mein täglicher Tagtraum.

367 Tage und es ist noch keine Besserung in Sicht. Es fehlt mir eigentlich an nichts. Ich habe perfekte Bremsscheiben. Nagelneuer Reifen. Glänzende Windschutzscheiben. Ein rot-funkelndes Gehäuse. Ich habe eigentlich alles. Alles außer dieses klitzekleine Teil. Ein Mikrochip. Ein kleiner Mikrochip aus Silizium.

Aber warum ist dieser so wichtig? Ich habe einen Techniker belauscht, der gemeint hat, dass ich ohne den Chip nicht steuerbar bin. Na gut. Dieses klitzekleine Teil ist schon wichtig. Ich bin ansonsten nicht einsatzfähig.

Ich benötige wirklich diesen kleinen winzig Chip.

Schon seit 367 Tage nichts. Die Wartezeiten sind lange. Früher hat man bis zu 12 Wochen auf diesen Chip gewartet. Doch mittlerweile sind es bis zu 54. Ich wusste, woran es lag. Das Gespräch vom Techniker ging noch weiter.

Es gibt verschiedene Gründe. Der Rohstoff Silizium für die Produktion kommt zwar auf der Erde häufig vor, dennoch wird die Mehrheit in China produziert. Die Produktion schmilzt Quarz bei hohen Temperaturen und benötigt daher sehr viel Energie. Durch ansteigende Strompreise wurden Fabriken zum Teil abgedreht. Durch mangelnde Produktion wurden Lager abgebaut und eine Verzögerung an vielen Stellen der Lieferkette ist entstanden. Auch die Corona Pandemie hat zur Verzögerung beigetragen. Fabriken in Malaysien konnten dadurch nicht produzieren. Der Bedarf der Mikrochips wächst mehrfach an. Denn nicht nur ich benötige so einen Chip, sondern auch viele andere smarte Objekte benötigen Mikrochips. Auch Geopolitische Spannungen zwischen China und den USA beschleunigen die Produktion nicht.

Nun steh ich da seit 367 Tagen. Ein rotes Feuerwehrfahrzeug von Rosenbauer, in der Hoffnung einmal ein Feuer zu löschen.

Category: Case Study Lieferkettenunterbrechung
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Author: Heidemarie Heinzl Date: 14 November 2021

Wir kennen Sie alle, die CSR. Überall in den Medien uns so ein großer Teil unseres Alltags ist sie vor allem seit Zeiten von Corona und Klimawandel ein zentrales Diskussion Thema. Doch was genau bedeutet sie eigentlich und wie kann diese in Zukunft noch weiter ausgebaut werden?

CSR- oder auch Corporate Social Responsibility, genannt bedeutet vor allem neben dem alltäglichen und gewinnorientierten Wirtschaften der Allgemeinheit einen kleinen Teil "zurückzugeben" dies geht über die Grenzen der Gesetzte hinaus und passiert somit auf freiwilliger Basis. CSR kann in unterschiedlichsten Ausprägungen erfolgen. Ein bekanntes Beispiel und ein Vorreiter in dieser Kategorie ist beispielsweise das Unternehmen "Fairtrade", dessen Mission eine faire Lieferketten, oder auch Supply Chain Gestaltung, ist. Es werden Produkte wie Kakao, Früchte oder Schokolade vertrieben, in bereits fast allen Supermärkten oder auch online. Die Lieferkettengestaltung des Unternehmens unterscheidet sich jedoch drastisch von den meisten anderen, da hier jeder Zwischenhändler fair entlohnt wird und auch die Arbeitsbedingungen zunehmend verbessert werden. Dass die Produkte hierbei vielleicht etwas teurer ausfallen, ist klar, jedoch steigt die Nachfrage aufgrund des sozialen Hintergrunds des Unternehmens zunehmend an. Zudem sind die Produkte auch noch Bio und so auch teilweise gesünder als "normale Produkte". Hierbei entsteht eigentlich ein Win-Win für alle, wodurch ich hierbei großes Potenzial für die Zukunft und auch für andere Unternehmen sehe.

Ein anderer und sehr interessanter Fall ist zudem die Erste Group mit der „Erste Stiftung“. Die Erste Group expandierte in der Vergangenheit in 7 unterschiedliche Länder, die vor der Expansion teilweise noch von Armut betroffen waren. Durch das Wirtschaften vor Ort wurde die Erste Group darauf aufmerksam, dass es in diesen Ländern gewisse Probleme gab, denen entgegengewirkt werden musste, wodurch sie beschlossen, die Erste Stiftung zu gründen. Diese beschäftigt sich mit den Menschen und Probleme vor Ort und unterstützt so verschiedenste lokale Projekte und Künstler finanziell. Hierbei wird also auch versucht, der Gesellschaft vor Ort einen „Teil zurückzugeben“. Kein Wunder also, dass die Erste Bank einen guten Ruf genießt.

Meiner Meinung nach ist CSR sehr wichtig und in Zeiten wie diesen kaum noch vermeidbar. Zwar gibt es gewisse Gesetzte, die manche Standards bereits voraussetzten, jedoch steht es jedem Unternehmen offen, CSR wirklich aktiv zu verfolgen. Durch eine Faire Lieferkettengestaltung wie bei Fairtrade, werden alle Beteiligten belohnt und erhalten so bessere Produkte, bessere Arbeitsbedingungen und eine besser Welt.  

Category: Best Practice neue, menschlichere Geschäftsmodelle
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Author: lebibaj Date: 12 November 2021

Ein Lieferengpasse eines Impfstoffs ist definiert als eine voraussichtlich über zwei wochenlange Unterbrechung der Auslieferung seitens Herstellers oder als eine unerwartete - deutlich vermehrte Nachfrage - der der Hersteller nicht entsprechend nachkommen kann. In Wien kam es Anfang 2021 zu einer Lieferkettenunterbrechung hinsichtlich COVID-19 Impfstoffen.

Folglich wurde ein Impfplan erstellt und Altersgruppen kategorisiert. Risikogruppen sollten den Impfstoff früher verabreicht bekommen hieß es. Doch sowohl für diese als auch die übrige Bevölkerung verzögerte sich die Abreichung.  In der österreichischen Hauptstadt meldeten die Medien Lieferreduktionen und einen Impfterminstillstand. 

Ich war interessiert daran an einen Impfstoff zu kommen, hatte aber nicht die Möglichkeit dazu - und so erging es vielen WienerInnen in meinem Alter. Es wurden Prioritäten gesetzt und die wienerischen StudentInnen außen vor gelassen.  Es kam oft dazu, dass Personen sich zwar für einen Impftermin anmeldeten - in weiterer Folge diesen Termin aber nicht wahrgenommen haben. In Wien waren das zwischen 8 und 10 Prozent (Orf.at).  Die Eigeninitiative, vor Ort nach übrigen Impfdosen zu fragen, war erfolgslos. Die Nachfrage fiel höher aus als das Angebot. Es gingen unzählige Anfragen dazu ein, wann die jeweiligen Impfungen verabreicht endlich werden können. Leider hatte (zumindest in meinem Umfeld) niemand die Info parat.

Um diesem Lieferengpass zu entgehen, habe ich mich über versch. Impfinstitute informiert und einen Termin in St.Pölten ausmachen können. Ich hatte den Vorteil, aufgrund eines Praktikums, diesen wahrnehmen zu dürfen und mich dort impfen zu lassen. Zeitgleich mit der älteren Generation konnte ich so an den heißbegehrten Impfstoff gelangen. 

Category: Case Study Lieferkettenunterbrechung
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Author: Alina Nosova Date: 12 November 2021

The rise in auto demand now comes on the back of postponed shopping desires and more savings during pandemic uncertainty, people returning to offices, cheap credits and monthly government payouts to the public in a crisis. To cut a long story short, my stepfather ordered a Tesla on May 2020. But he hasn’t gotten it till now! Tesla postponed the delivery date 4 times till now. What is the reason for that? What caused this delivery bottleneck?

The answer is very easy - a chip shortage on an auto market. Microchip shortages have become a big problem for the global auto industry this year. Market developers estimate a caused shortage of around 3.9 million vehicles.

The reason of this crisis is also pretty clear: coronavirus and lockdown had brought down car market, plants had reduced volume of purchases of chips (their quotas were taken out by electronics producers), and when demand for cars started to recover it turned out that orders for microchips were placed many months ahead. The trade war between the USA and China, which broke out in autumn, played its part, as well as weather disasters and fires which knocked out microchip factories. It would seem that the industry should have recovered over the past 2021 year, but the shortage of chips is getting worse.

So, demand for autos may still rise for a long time, as may prices in short supply, but only the carmaker, which can address the problem of chip supply more effectively, will benefit. But how can one solve this delivery logistics bottleneck? And bring the moment of my stepfather meeting his Tesla closer?

Tesla is indeed getting around the current shortage. The company itself began to develop and produce these microchips. Therefore, one can conclude that, unlike most carmakers, Tesla is building not a horizontal business integration, but a vertical one. For example, it produces as many components as possible, rather than ordering them from outside. This makes it possible at some point to reduce dependence on the interests of suppliers and their pricing policy, as well as better control over all processes.

Which solutions and possibilities do you see for Tesla in this situation?

p.s. How fast do you think my stepdad will finally get his Tesla?

Category: Case Study Lieferkettenunterbrechung
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Author: CarmenSchuller Date: 12 November 2021

Direkt lösen wird sich das Problem des aktuellen Chip Mangels in der IT & Elektronikbranche so schnell nicht, aber man könnte global eine größere Lösung andenken. Und zwar – refurbishment. Defekte Produkte reparieren, generalüberholen und schon sind sie wie neu, aber nicht neu. Ressourcen werden gespart, Müll reduziert, die Umwelt freut sich, Produkte sind preiswerter als neue, Refurbishmentdauer ist teilweise geringer als Neuproduktion (kommt natürlich auf die Art der Defekte/Bedürfnisse des Produktes an) usw. Ich als ehemaliger Strategic Key Account Manager bei refurbed, dem österreich-europäischen Online Marktplatz für refurbished electronics weiß, dass es nicht immer das aller Neuste sein muss. Man kann genauso gut, sein Unternehmen mit refurbished Laptops, Firmenhandies, Kaffeemaschinen, Möbel usw. ausstatten! (Oder wie unverschwendet, Lebensmittel, die nicht unserem gesellschaftlichen Ideal entsprechen, dennoch verwenden und in tolle Produkte umwandeln oder wie TooGoodToGo zubereitetes Essen, vor dem Wegschmeißen bewahren und preiswerter verkaufen aka. retten.)

Auch jetzt kann ich meinen Kunden die Option geben auf refurbished Ware zurückzugreifen, doch scheint es immer einen falen Nachgeschmack zu haben. Als wäre ein refurbished-es Gerät qualitativ schlechter, als ein Neuprodukt. Es wird also schon fast hinter vorgehaltener Hand empfohlen, obwohl sogar die eigene Marge höher angesetzt werden könnte. Das kann ich als refurbished-Branchen-Kenner absolut nicht nachvollziehen.

Ich würde mir also wünschen, dass wir alle global umdenken, Refurbishment Alltag wird, es mehr Refurbisher gibt, mehr Unternehmen, die zur Generalüberholung von Business- und Endkunden gebrauchte Produkte abkaufen und wir refurbished Produkte gleichwertig mit Neuware in diversesten Bereichen, B2B & B2C, angeboten bekommen und anbieten!

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Author: CarmenSchuller Date: 12 November 2021

Ich habe einmal gehört, dass wir in unserer Gesellschaft ein Smartphone durchschnittlich 1-2 Jahre lang nutzen bevor wir uns ein neues, upgegradetes Modell zulegen. Der Durchschnitt spiegelt sich in meiner Smartphone Nutzung nicht wieder. Mein Samsung S7 war nun mehr als 4 Jahre mein täglicher, vielleicht sogar sekündlicher, Begleiter. So sehr, dass ich mittlerweile bereits im 3. Unternehmen bin, die KollegInnen von Unternehmen 1, mich aber immernoch auf mein roséfarbenes Samsung S7 ansprechen, dass neben meinem damaligen Firmenhandy mein ständiger Begleiter war. Nun kann das aber leider nicht für immer so sein, denn 4 Jahre später und etliche für das Modell bekannte (eingebrannter Display) und allgemein bekannte (Display Sprung, kein Speicherplatz,...) Makel später, war es nun im Frühling 2021 endlich Zeit für ein Neues.

Nach etlicher Recherche fiel die Entscheidung auf ein Samsung S21, das aber leider monatelang nicht verfügbar, also kaufbar, war. Da nicht bekannt war, wann es denn wieder möglich wäre, habe ich schweren Herzens auf ein Samsung S21+ upgedradet, dass von dem Design her doch sehr schön, leider aber auch beachtlich größer ist. Die Lieferzeit betrug hier „nur“ 5-8 Wochen.

Fast 2 Monate nach dem Kauf, also September/Oktober 2021 war ich dann stolzer Besitzer meines Samsung S21+, während das ursprünglich gewollte Samsung S21 immer noch nicht bestellbar war.
Eine Google Recherche später, stellte sich dann heraus, dass es sehr wahrscheinlich mit dem aktuellen Chip Mangel im Elektronikbereich zusammenhängt.

Der aktuelle Chip Mangel, soweit ich weiß, scheint auf den Ausbruch von Covid-19 im Jahr, wie der Name vermuten lässt, 2019 zurückzuführen zu sein. Während der Pandemie wurden etliche Unternehmen zeitweise geschlossen und es kam zu Produktionshalt, Lieferengpässen, Aufschüben, E-Commerce Boom und vielen Paketen, weiteren Aufschüben, größerer Bedarf, weniger Produktion usw.

Da ich nun bereits stolzer Besitzer meines S21+ war, habe ich damit das Thema beendet und abgeschlossen – vorerst.

Einige Wochen später ist mir das Problem aber erneut begegnet und zwar nicht mehr als direkt Betroffener im B2C Bereich, sondern als B2B Customer Success Manager in einem IT & Service Unternehmen.  Es gibt Lieferengpässe, Verfügbarkeitsprobleme, Lager ist teilweise leer, keiner weiß wann der Hersteller wieder liefern kann, denn auch der Hersteller weiß nicht, wann er wieder Produkte haben wird. Der Hersteller ist nicht der Einzige, der dieses Problem hat – die IT Branche ist gänzlich betroffen.

Das Chipproblem ist zurück und zwar in einem drastischeren Kontext. Wenn nämlich defekte Switches, Router, Access Points etc. nicht mehr ausgetauscht werden können und Unternehmen, wie Pharma Konzerne, Banken etc. im worst case bis zu 9 Monate stillstehen müssen, da aus Next Business Day und ähnlichem, 9 Monate Lieferzeit geworden ist, ist das Leid doch etwas größer als, wenn die Wahl eines Smartphones auf ein anderes fallen muss.

Direkt lösen wird sich das Problem jetzt so schnell nicht, man wird gemeinsam aber in Worst Cases bestimmt eine Lösung finden.

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Author: LIDIE Date: 11 November 2021

Der erste Lockdown war mit großem Respekt und Angst vor dem Unbekannten behaftet. Die unerwartet lange Dauer, hat dieses beklemmende Gefühl blassen lassen und mich zunehmend mit Tatendrang erüllt. Ein gesunder Respekt vor dem COVID-19 Virus ist jedoch immer noch vorhanden, da man mittlewerile weiß, welche Ausmaße unterlassene Kontakteinschränkungen zur Folge haben können.

Dennoch, wie bei vielen anderen Leuten auch, so hat auch mich die Corona Pandemie dazu bewegt, mein Zuhause auszumisten und viel zu lang angestandene Projekte anzugehen. Demnach machte ich mich mit dem Baby auf den beschwerlichen Weg,  die nächste OBI Filiale aufzusuchen, um dort meine lang ersehneten Gardinia-Kombiträger für meine bereits vor Wochen erstandenen Vorhangstangen zu besorgen. Das Projekt stand aufgrund des Lockdowns lange Zeit still. Eine zusätzliche Weile habe ich noch verstreichen lassen, da ich keine unnötigen Menschenmassen antreffen wollte. Zuhause war ich täglich einfach nur genervt von dem Anblick der unfertig montierten Vorhänge. Beim OBI musste ich feststellen, dass es lediglich 2 verfügbare Kombiträger zu kaufen gab. Laut dem Verkäufer war die Ware auch in anderen Filialen nicht lieferbar. Ich war erbost über die Menschen, die anscheinend nichts besseres zu tun hatten, als Geld für ihr Zuhause auszugeben. Ich stand vor etlichen leeren und halbleeren Regalen, gewisse Wandfarben und Malzubehör waren ebenso gänzlich ausverkauft. Natürlich nahm ich die 2 Vorhangträger mit, war jedoch unglücklich über den erfolglosen Kauf. 

Es dauerte weitere 6! Wochen, bis die Elemente nachgeliefert wurden und ich sie endlich besorgen konnte. Tja, natürlich gab es wilde Spakulationen in meinem Kopf. Eigentlich war ich anfangs davon überzeugt, dass die anderen Leute Schuld an meiner monatelangen Misere waren. Wieso müssen die denn unbedingt alles erneuern und renovieren. Nachdem der Zusammenhang der Corona Pandeme und der Lieferengpässe zunehmend in den Medien publik wurde, gegann auch ich umzudenken. Nach einer kurzen Recherche stellte sich heraus, die Gardinia-Kombiträger aus Metall sind und dass es u.a. große Lieferverzögerungen im Bereich der Metalle gab. Anahnd unzähliger geschlossener Betriebe weltweit, der Kurzarbeit, oder auch von COVID-19 betroffenen Ausfällen, sollte es auch weiterhin zu Lieferengpässen im Metall Sektor kommen. Obwohl Gardinia eine in Deutschland ansässige Firma ist und auf ihrer Webite mit perfekter Logistik mit zuverlässigem Versand und termingerechter Abwicklung wirbt, konnte auch sie der Lage nicht Herr werden. Das 15.000qm große Lager in Allgäu mit bester prozessgesteuerter Warenlagerdisposition konnte einerseits keine Abhilfe schaffen, da die Rohstoffe für die Verarbeitung nicht geliefert werden konnten. Andereseits war das Unternehmen auch dem immensen Absatz, den sie der Pandemie zu verdanken hatten, nicht gewachsen. Das Lager war zu schnell aufgebraucht und neue Ware nicht in Sichtweite.

Interessant wäre zu erfahren, welche notwendigen Schritte das Unternehmen generiert hat, um nicht mehr durch Force Majeure wettbewerbsunfähig gemacht werden zu können. 

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Author: haeusleadrian Date: 24 November 2021

Es kam, wie es kommen musste. Geschuldet dem Covid-19 Virus und den daraus resultierenden Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie mussten nahezu alle Bereiche des gesellschaftlichen Alltags geschlossen werden. Betroffen von diesem Umstand waren somit auch alle Fitnessstudios. Ein herber Rückschlag für die Gebrüder Häusle, deren Freizeit sich zu größten Teilen in den Hallen des geschmiedeten Eisens abspielt bzw. abgespielt hat. Die Trauer war grenzenlos. Den ersten Lockdown noch mit Ach und Krach und tragischem Muskelschwund überstanden, wurde im zweiten Lockdown ein Krisenmeeting einberufen. 

Der Entschluss stand fest, es muss ein HomeGym angeschafft werden. Doch dieses Unterfangen war alles andere als einfach. Die Welt und deren Wirtschaftskreisläufe mussten sich dank der Gesundheitskrise innerhalb kürzester Zeit auf die neuen Gegebenheiten einstellten und waren dadurch in ihrer Effizienz massiv eingeschränkt. Die Suche nach geeignetem Equipment im eigenen Land bzw. im DACH-Raum war von wenig Erfolg gekrönt. Auf Nachfragen wurde man vertröstet. Eine Lösung schien in weite Ferne zu rücken. Deshalb versuchten sich die wagemutigen Brüder in ausländischen Gefilden. Man versuchte es bei Lieferanten aus der Slowakei, Italien sowie einer weitentfernten Insel genannt Großbritannien und wurde fündig. Die Nachrichten der Lieferanten waren ernüchternd. Die enorme Nachfrage nach Fitnessequipment überstieg die Kapazitäten der Anbieter bei Weitem. Rohstoffe, Materialien an allen Ecken und Enden haperte es. Nichts war vorhanden. Schnelle Hilfe musste her und deshalb liehen sich die ideenfreudigen Brüder ihre Trainingsgeräte als Überbrückung beim Fitnessstudio ihres Vertrauens aus. 

Über rund sechs Monate bestand eines der Zimmer zu 80 % aus Gewichtsscheiben, Stangen und Hanteln, bis endlich die erlösenden Nachrichten aus der Slowakei eintrafen. Ein Teil des Equipments war auf dem Weg nach Vorarlberg in den Heimatort der Brüder. Es gab Licht am Ende des Tunnels. Der beschwerliche Weg über den Arlberg wurde angetreten, um die Annehmlichkeiten der Modell-Region zu nützen. Zwei weitere Monate verstrichen, bis auch die letzten Teile aus Italien ihren Weg über den Brennerpass gefunden haben. Doch dann der Schock, der Produzent hatte über die lange Lieferzeit die Spezifikation des PowerRacks verändert. Die bei der Bestellung vereinbarten Maße stimmten nicht mit der gelieferten Ware überein. Die schweren Stahlträger wieder zu verpacken und zurückzuschicken stand nicht zur Debatte. Deshalb entschieden sich die Brüder, des langen Wartens leid sowie genervt vom Unvermögen sämtlicher Lieferanten, die Stahlträger eigenhändig zu stutzen. Das HomeGym war komplett.

Lösungsansätze zur Lieferkettenunterbrechung zu finden ist nicht einfach. Eine ganze Branche, deren Lieferanten geschuldet der Covid-19-Krise nicht über ihre gesamte Kapazität verfügten, wurde innerhalb kürzester Zeit überrannt. Jeder Sportbegeisterte musste für sich Möglichkeiten finden, wie er seinen Hobbys nachgehen konnte. Viele fanden ihre Lösung in der sportlichen Betätigung zu Hause. Mit dieser unvorhersehbaren Nachfrage, gepaart mit den Ressourcenengpässen waren die Lieferanten überfordert. Über die Unfähigkeit der italienischen Lieferanten bzgl. falscher Liefertermine und falscher Spezifikationen lässt sich streiten. 

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Author: haeusleadrian Date: 24 November 2021

Es kam, wie es kommen musste. Geschuldet dem Covid-19 Virus und den daraus resultierenden Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie mussten nahezu alle Bereiche des gesellschaftlichen Alltags geschlossen werden. Betroffen von diesem Umstand waren somit auch alle Fitnessstudios. Ein herber Rückschlag für die Gebrüder Häusle, deren Freizeit sich zu größten Teilen in den Hallen des geschmiedeten Eisens abspielt bzw. abgespielt hat. Die Trauer war grenzenlos. Den ersten Lockdown noch mit Ach und Krach und tragischem Muskelschwund überstanden, wurde im zweiten Lockdown ein Krisenmeeting einberufen. 

 

Der Entschluss stand fest, es muss ein HomeGym angeschafft werden. Doch dieses Unterfangen war alles andere als einfach. Die Welt und deren Wirtschaftskreisläufe mussten sich dank der Gesundheitskrise innerhalb kürzester Zeit auf die neuen Gegebenheiten einstellten und waren dadurch in ihrer Effizienz massiv eingeschränkt. Die Suche nach geeignetem Equipment im eigenen Land bzw. im DACH-Raum war von wenig Erfolg gekrönt. Auf Nachfragen wurde man vertröstet. Eine Lösung schien in weite Ferne zu rücken. Deshalb versuchten sich die wagemutigen Brüder in ausländischen Gefilden. Man versuchte es bei Lieferanten aus der Slowakei, Italien sowie einer weitentfernten Insel genannt Großbritannien und wurde fündig. Die Nachrichten der Lieferanten waren ernüchternd. Die enorme Nachfrage nach Fitnessequipment überstieg die Kapazitäten der Anbieter bei Weitem. Rohstoffe, Materialien an allen Ecken und Enden haperte es. Nichts war vorhanden. Schnelle Hilfe musste her und deshalb liehen sich die ideenfreudigen Brüder ihre Trainingsgeräte als Überbrückung beim Fitnessstudio ihres Vertrauens aus. 

 

Über rund sechs Monate bestand eines der Zimmer zu 80 % aus Gewichtsscheiben, Stangen und Hanteln, bis endlich die erlösenden Nachrichten aus der Slowakei eintrafen. Ein Teil des Equipments war auf dem Weg nach Vorarlberg in den Heimatort der Brüder. Es gab Licht am Ende des Tunnels. Der beschwerliche Weg über den Arlberg wurde angetreten, um die Annehmlichkeiten der Modell-Region zu nützen. Zwei weitere Monate verstrichen, bis auch die letzten Teile aus Italien ihren Weg über den Brennerpass gefunden haben. Doch dann der Schock, der Produzent hatte über die lange Lieferzeit die Spezifikation des PowerRacks verändert. Die bei der Bestellung vereinbarten Maße stimmten nicht mit der gelieferten Ware überein. Die schweren Stahlträger wieder zu verpacken und zurückzuschicken stand nicht zur Debatte. Deshalb entschieden sich die Brüder, des langen Wartens leid sowie genervt vom Unvermögen sämtlicher Lieferanten, die Stahlträger eigenhändig zu stutzen. Das HomeGym war komplett.

 

Lösungsansätze zur Lieferkettenunterbrechung zu finden ist nicht einfach. Eine ganze Branche, deren Lieferanten geschuldet der Covid-19-Krise nicht über ihre gesamte Kapazität verfügten, wurde innerhalb kürzester Zeit überrannt. Jeder Sportbegeisterte musste für sich Möglichkeiten finden, wie er seinen Hobbys nachgehen konnte. Viele fanden ihre Lösung in der sportlichen Betätigung zu Hause. Mit dieser unvorhersehbaren Nachfrage, gepaart mit den Ressourcenengpässen waren die Lieferanten überfordert. Über die Unfähigkeit der italienischen Lieferanten bzgl. falscher Liefertermine und falscher Spezifikationen lässt sich streiten. 

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