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Lieferkettenunterbrechungen & Menschlichere Geschäftsmodelle

Starting: 11 Nov Ending

0 days left (ends 14 Dec)

Zur Ideengenerierung: Case Studies Lieferkettenunterbrechungen, Lösungsansätze dafür und Best Practices für neue, menschlichere Geschäftsmodelle.

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In dieser Ideation sind folgende Punkte gesucht:

  • Case Studies zur Unterbrechung von Lieferketten: Wo sind Ihnen Lieferengpässe aufgefallen? Kennen Sie die Ursachen? 
  • Lösungsansätze zur Lieferkettenunterbrechung: Was könnten Lösungsansätze zu beobachteten Lieferkettenunterbrechungen sein?
  • Best Practices für neue, nachhaltigere Geschäftsmodelle: Wie können in Zukunft Nullsummenspiele vermieden werden und menschlichere Geschäftsmodelle entstehen?

Hintergrund: Im Rahmen des COVID Pop-up Hub wurden - unterstützt vom Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) - mit über 30 interdisziplinären ExpertInnen Zukunftsszenarien zum Thema „Ökonomische Puffer“ zu entwickeln. Die Ergebnisse aus 3 Szenario-Workshops mit über 30 unterschiedlichsten ExpertInnen aus Wissenschaft, Unternehmen, Startups, Physik, AI, Philosophie, Psychologie, Medien, Kunst und der Next Generation, also Jugendlichen, 3 Online-Diskussionen mit 574 Likes und 486 Kommentaren, einer Online-Ideation mit 40 eingebrachten Ideen und Experteninterviews mit dem Komplexitätsforscher John Casti, dem Israelischen Nobelpreisträger Dan Shechtman und dem Künstlerischen Leiter der Ars Electronic Gerfried Stocker, lesen Sie in diesem ExpertInnenpapier. Kürzer auch in in der Präsentation oder im Blogartikel (an zweiter Stelle).

Entstanden sind Zukunftsszenarien zu folgenden Fragestellungen

Die HerausforderungWie können nachhaltigere, verantwortungsvollere und krisenfestere Geschäfts-modelle entwickelt und umgesetzt werden?  

  1. House of Cards: Die Krise hat gezeigt, wie sehr wir von globalen Lieferketten abhängig sind und wie stark es uns trifft, wenn diese Unterbrochen werden.

Die Challenge: Wie können krisenfestere Produktions- und Lieferketten geschaffen werden? 

Diskussion: https://popuphub.at/de/consultation/37486

  1. End the Zero Sum Games: Muss der eine immer verlieren, wenn der andere gewinnt, oder geht es auch anders? In seinem Buch „Humankind - A Hopeful History“ zeigt Rutger Bregman in beeindruckender Art und Weise, dass es nicht so sein muss. Im Gegenteil: Kooperation war und ist einer der wichtigsten Faktoren für den langfristigen Erfolg und das Überleben der Menschheit.                                                        

Die Challenge: Wie können Nullsummenspiele vermieden werden und neue, nachhaltigere Geschäftsmodelle entstehen und geschaffen werden? 

Diskussion: https://popuphub.at/de/consultation/37415

  1. Too Fast and Too Furious – Langfristiges vs. kurzfristiges Denken: Moderne Managementsysteme wie z.B die Balanced Scorecard und Bonussysteme, die auf Erfolge in ein bis zwei Jahren ausgelegt sind, begünstigen kurzfristiges Denken und zerstören langfristige Lösungen und Innovation. Das Postulat der Economy of Scales fördert zudem Quantität vor Qualität, was Staaten wie China kurzfristig gewinnen lässt.                                                                                              

Die Challenge: Was kann dem entgegengesetzt werden? Wie können andere Modelle aussehen? Wie kann langfristiges, statt kurzfristiges Denken in Management-Bonussysteme implementiert werden?

Diskussion: https://popuphub.at/de/consultation/37487

Auf Basis der entstandenen Szenarien gehen wir jetzt tiefer in einzelne Themenstellungen hinein. Diese Ideation ist Teil dieses Vorhabens.

Foto: Pixabay/Pexels

 

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Author: Ekrem Eren Date: 14 December 2021

Noch nie zuvor war die Nachfrage danach so hoch wie während der Pandemie. Die Lieferengpässe die uns vor die größten Herausforderungen in der Pandemie stellen , macht das Ganze Thema noch brisanter. Die Rede ist von einem Smartphone.

Da sehr viele Unternehmen aufgrund der Pandemie gezwungen sind auf Home Office umzustellen und dadurch Mitarbeiter mit Smartphones austatten, müssen Käufer gegenwärtige Lieferprobleme bewusst berücksichtigen, so die die Studie zu „Disruption im Management der globalen Lieferketten“ vom Softwarehaus Oracle. Bei der Studie wurden 1.000 deutsche Konsumentinnen und Konsumenten befragt. Besonders die Chip Hersteller kommen dem Bedarf der Smartphone Hersteller nicht nach. Smartphone Hersteller wiederum haben aufgrund dieser Lieferverzögerungen der Zulieferer mit Preisanpassungen reagiert. Die Preise wurden angehoben.

Kunden mussten mitunter mehrere Wochen bis Monate auf deren Bestellungen warten. Die Lieferungen hatten immense Auswirkungen auf das Konsumverhalten der potenziellen Kunden.  Vie le dieser Kunden stornierten ihre Bestellungen aufgrund der zu langen Lieferzeit. Die meisten dieser Kunden, wollten aufgrund der schlechten Erfahrung bei dem entsprechenden Anbieter auch künftig nicht mehr bestellen. Da die Lieferzeiten derzeit kaum beeinflussbar sind, muss aus Anbieter Sicht reagiert werden. Die Lieferzeit muss mit den Verbrauchern noch vor der Bestellung ehrlich kommuniziert werden. Versandkommunikation ist wichtiger als je zuvor. Lieferversprechen sollten so konkret wie möglich formuliert werden. Für bessere Kundenerfahrung empfiehlt es sich, bei ausverkauften Waren auf Alternativen hinzuweisen. Für die Umsetzung dieser Servicedienstleistung der Smartphone Anbieter müssen neue IT Lösungen implementiert werden um die Lage unter Kontrolle zu bringen, da die Lieferengpässe uns die nächsten Monate wenn gar noch Jahre mitbegleiten wird.

Diese IT Lösungen können sein:  Sendungsbenachrichtigungen via SMS oder auch eine Live Lagerstandsliste auf den Websiten der Smartphone Anbieter worauf auf Alternative Geräte hingewiesen wird. 

Währende Smartphone Hersteller mit Lieferproblemen zu kämpfen haben , haben andere Unternehmen bereits entsprechend reagiert. Das Unternehmen Refurbed GmbH hat bewiesen wie es anders gehen kann. Ältere Geräte werden von diesem Unternehmen gewartet und erneut dem Endverbraucher angeboten. Zum einen handelt es sich dabei um eine nachhaltigere Variante zum anderen haben die Kunden eine Alternative um an gebrauchsfähige Geräte ranzukommen.  

Auch Anbieter wie Xiaomi oder auch Vivo sahen aufgrund der Pandemie eine Chance nun in den direkten Wettbewerb mit Apple und Samsung einzusteigen. Besonders Vivo rührte an der Werbetrommel. Vivo war zum Beispiel einer der Hauptsponsoren der Fußball Europameisterschaft 2021. Xiaomi wiederum versucht nach dem Niedergang von Huawei die Lücke zu füllen.

Das Jahr 2022 wird für den Smartphone Markt sehr entscheidend sein. Wir können also einen heißen Kampf um den Thron am Smartphone Markt ab dem kommenden Jahr erwarten.

Category: Case Study Lieferkettenunterbrechung
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Author: Eva Strasser Date: 05 December 2021

Halt STOP! Es ist nicht so, wie du vielleicht gerade denkst. Dennoch werden mittlerweile häufig zum Schutz mehrere Stück übereinander gezogen. Seit Beginn der Covid-19-Pandemie hat der Schutz vor Viren an enormer Bedeutsamkeit gewonnen. Aufgrund der einzuhaltenden Hygienemaßnahmen steigt ihr Verbrauch rasant an. Die Rede ist von Einmalhandschuhen.

Wer nun in Zeiten des Lockdowns nach dem Bananenbrot-Backen, Puzzle bauen und ausgedehnten Spaziergängen einen gründlichen Wohnungsputz starten möchte, staunt vermutlich nicht schlecht, wenn keine Handschuhe in den Supermarktregalen vorhanden sind. Dies weckt Erinnerungen an letztes Jahr, als Hamsterkäufe zu einem großen Thema wurden und die Regale wie leer gefegt zurückgelassen wurden. Wer eine Packung Einweghandschuhe ergattert, wird verwundert feststellen, dass die Preise für dieses relativ simple Stück Gummi enorm gestiegen sind.

Woran könnte diese Knappheit und Preissteigerung liegen?

Ob in der Medizin, in Laboren, Krankenhäusern, Arztpraxen, Teststraßen oder Pflegeheimen kommen Handschuhe seit jeher bei medizinischem Personal zum Einsatz. Um den Schutz vor Ansteckungen zu gewähren, werden statt einem Paar nun häufig im Kontakt mit mutmaßlichen Corona-Positiven mehrere Paare übereinander getragen und viel häufiger gewechselt. Auch in der Lebensmittelindustrie, Gastronomie oder an Supermarktkassen werden Einweghandschuhe den MitarbeiterInnen bereitgestellt. In Zeiten der Pandemie tragen immer mehr Menschen auch im Alltag Gummihandschuhe. Neben dem Tragen von Mundmasken werden vermehrt auch Gummihandschuhe in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkauf in Supermärkten sowie im restlichen Einzelhandel, wo Kontakt zu anderen besteht, getragen.

Die Sinnhaftigkeit dieser ergriffenen Maßnahme sei an dieser Stelle einmal dahingestellt, da der Schutz meiner Meinung nach stark von der Handhabung und dem Hygieneverständnis der BenutzerInnen abhängt. Nichtsdestotrotz steigen die Nachfrage und der weltweite Verbrauch der Einweghandschuhe rasant an. Für die Herstellung benötigte Rohmaterialien wie Latex oder Nitril sind durch den erhöhten Bedarf knapp. Beispielsweise kann das Naturprodukt Kautschuk bei Neupflanzungen erst nach ca. 5 Jahren aus dem Baum gewonnen werden.

Eine befreundete Bekannte, die im Einkauf von Gesundheitsprodukten tätig ist, schilderte eine herausfordernde Zeit im Zusammenhang mit der Gewährleistung einer flächendeckenden Bereitstellung der Schutzprodukte. Viele Handschuhe werden aus dem asiatischen Raum bezogen und mittlerweile mit dem Flugzeug direkt eingeflogen, da die Lieferungen mit Containerschiffen nicht rechtzeitig eintreffen würden. Ein Mangel an Lieferslots und Containern sowie die massive Teuerung der Containertransporte auf den Weltmeeren sorgt für Lieferengpässe, nicht nur bei den Einmalhandschuhen.

Category: Case Study Lieferkettenunterbrechung
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Author: valentinplass Date: 30 November 2021

In Zeiten von Covid und allen Hürden und Schwierigkeiten, die damit einhergehen wurde vielen Menschen die in der Stadt leben bewusst, welche Vorteile auch ein Leben in ländlicheren Kreisen haben kann. Es ist tatsächlich so, dass ein Lockdown in der Stadt sich gänzlich anders verhält als einer auf dem Land. Während man sich in der Stadt eingesperrt fühlt und nach Beschäftigungsmöglichkeiten sucht, merkt so mancher Bewohner in den Bundesländern den Lockdown nur wenn es um den Besuch der Gastronomie geht. Mit der voranschreitenden Digitalisierung können auch viel mehr Berufe vom Land bzw aus dem Homeoffice ausgeübt werden.

Es möchten also viele Personen doch ganz gerne wieder auf dem Land leben. Ein Eigenheim mit der Familie ist der Traum, der jedoch während der Pandemie wesentlich kostenintensiver ist als vielleicht angenommen.

Durch die Knappheit von Baustoffen explodieren die Preise beim "Häuslbau".  Das alleine bedeutet natürlich für viele Menschen: "abwarten und Tee trinken" - am besten regionalen österreichischen Tee. Sonst kann es auch hier in Bezug auf Lieferketten zu einem bösen Erwachen kommen.
Was passiert also wenn immer mehr Menschen den Wunsch haben sich ein Haus zu bauen & gleichzeit die Produktionsmengen nach unten angepasst werden? Es fragen mehr Menschen nach einem noch knapperen Gut nach was logischerweise ebenfalls zu Preiserhöhungen führt. Ganz allgemein sind die größten Probleme mit den Lieferketten produkten zuzuordnen, die nicht oder nur in sehr geringem Ausmaß in Österreich produziert werden. Gleich verhält es sich bei Produkte und Gütern die für den Hausbau benötigt werden. 

Ich denke, dass genau dieser Umstand genauer Beobachtung bedarf. Europa muss sich noch geschlossener Zeigen um am globalen Markt nicht unter die Räder zu kommen, weil Länderspezifisch gedacht und regiert wird. Während die USA eine gemeinsame Richtung der einzelnen Bundesstaaten vertritt und China..... ja gut China ist ein anderes Thema.... aber auch die haben viele Fläche, viel Geld und vor allem billigere Arbeitskräfte die bis aufs Blut im Namen der "Arbeitsmoral" ausgedrückt werden. In Europa denken wir noch stark individuell in Bezug auf die unterschiedlichen Länder.

Es muss also das Ziel sein viel mehr Produkte in Europa zu produzieren und zu verteilen um nicht zu abhängig von anderen Kontinenten zu werden. Allein die Tatsache wie "überrascht" sämtliche Branchen waren als die ersten Lieferengpässe zu Tage traten zeigt wie wenig wir uns mit der Lieferketten-Situation auseinandergesetzt haben. Es muss aufgearbeitet werden wie wir uns am globalen Markt unabhängiger Positionieren können um in den nächsten 40 Monaten der Pandemie sowie in möglichen ähnlichen zukünftigen Situationen entsprechend reagieren können. Davon abgesehen ist die ständige Logistik zu anderen Kontinenten auch nicht wirklich umweltschonend was einen weiteren guten Grund bietet sich diesem Thema in Zukunft intensiver zu widmen.

Category: Case Study Lieferkettenunterbrechung
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Author: Michelle Schelling Date: 30 November 2021

Es war dunkel. So dunkel, dass man fast denken würde, jegliches Licht auf dieser Welt sei verschlungen worden.  Die Straßen waren leer, keine Menschenseele. Nichts. Alles, was ich hörte, war das Quietschen meiner Stiefel und das Rauschen der Blätter bei einem Windstoß. Ohne Erbarmen brannte sich die unaufhaltbare Kälte in meine Wangen. Doch unter meiner dicken Jacke rann mir der Schweiß den Rücken hinunter, als ob er ein Wettrennen gegen die Zeit machen würde.

In der Ferne sah ich ein kleines Licht, welches immer größer wurde. Es kam auf mich zu. Die Scheinwerfer des vorbeifahrenden Autos blendeten mich. Der Motor heulte. Doch da war sie wieder, die Dunkelheit. Ich setzte einen Fuß vor den anderen, ohne groß darüber nachzudenken. Meine Beine kannten den Weg. Es war nicht mehr weit.

Es war ein langer Tag. Ein stressiger, hektischer. So einer, wie jeder andere in letzter Zeit. Obwohl ich es nicht wollte, ließ ich ihn nochmal Revue passieren. Das mühsame Aufstehen in der Früh, der chaotische Verkehr, bei dem man sich ernsthaft fragt, ob Autofahrer von allen guten Geistern verlassen wurden, das Durcheinander in der Arbeit.

Ich erinnere mich an die Kollegen mit dicken dunklen Augenringen, welche hinter den gewaltigen Papierbergen kaum noch zu sehen sind. An meine Eltern, welche erschöpft von der Arbeit trotzdem noch die Kraft finden, einfach Mama und Papa zu sein. An meine Freundin, welche wieder Streit hatte. Und an mich, ein Junge, welcher versucht, Fuß in der Erwachsenenwelt zu fassen. Ein kalter Schauer durchläuft meinen Rücken. Ich merke, wie ich krampfhaft versuche, den kleinen Hautfetzen an meinem Daumen runterzukratzen. Ein Gefühl der Nervosität breitet sich langsam in meinem Körper aus. Ich brauche es jetzt.

Da ist er, ich kann ihn sehen. Meine Schritte werden größer und schneller. Die Bankomatkarte und die 5,20€ halte ich längst griffbereit. Ich erkenne ein neues Plakat auf dem Automaten – auf dem langersehnten Automaten. „Die neuen Luckies mit Flow Filter.“ Wie immer, drücke ich auf die Nummer 34 und halte die Bankomatkarte hin. Das grüne Licht erscheint und ein leises Piepen teilt mir mit, dass ich das Geld einwerfen kann. Ich warte auf das Geräusch, das die Zigarettenpackung nach vorne schiebt. Doch irgendetwas ist anders, es kommt nichts. Verwundert blicke ich auf. „Diese Ware ist nicht verfügbar“. 

Category: Case Study Lieferkettenunterbrechung
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Author: philip.pytel Date: 30 November 2021

Während der Corona-Pandemie haben viele Menschen eine neue Leidenschaft für das Kochen entdeckt. Zahlreiche Instagram-Posts und Youtube-Ads über gesunde Ernährung, kostenpflichtige Koch-Abos sowie „Rezepte für Studenten“ bestätigen den aktuellen Trend. Allerdings gehören nicht alle Menschen zu den motivierten und enthusiastischen Overachievern und greifen besonders bei monotonen Lockdowns schnell zu Lieferando oder Mjam. Rasche Lieferzeiten, zahlreiche Alternativen für jeden Gaumen und günstige Preise liefern dem modernen, bequemen Konsumenten wertvolle Mehrwerte. Da mag man sich auch ruhig mal mit deftigem, asiatischem Essen aus dem lokalen Lieblingsrestaurant nach einem „anstrengenden“ Arbeitstag im Homeoffice belohnen. Allerdings ist dieser einfache Prozess aus Kundensicht, mit erheblichen Komplikationen aus Sicht der Gastronomie verbunden.

Die Familie eines guten Freundes von mir besitzt seit mittlerweile Jahrzehnten ein großes chinesisches Restaurant im 22. Bezirk. Das Restaurant weist eine zentrale Lage mit einem gepflegten Garten zum gemütlichen Speisen auf. Der gigantische Innenbereich ist edel gestaltet mit Marmorböden, Aquarien und einer ansehnlich ausgestatteten Bar. In Wien genießt das Restaurant einen guten Ruf aufgrund der traditionellen Küche. Für Hochzeiten, Geburtstage, Firmenveranstaltungen und sonstige Feiern hat sich das Lokal als idealer Ort im 22. Bezirk für größere Gruppen zum gemeinsamen Speisen etabliert. Reservierungen können für bis zu 300 Personen gebucht werden. Zahlreiche Parkplätze sowie eine leichte Anfahrt aus allen Ecken Wiens gelten als wichtiger Zusatznutzen. Diese stehen aktuell leer und ungenutzt.

Das Restaurant lehnt bewusst eine Ausweitung der Lieferkette über die etablierten Lieferservices ab. Die Speisen werden von erfahrenen und gut bezahlten chinesischen Köchen zubereitet. Dementsprechend kann man mit der Konkurrenz auf den Portalen preislich unmöglich mithalten. Bei der Bestellung von Essen über Lieferando und Mjam ist aus meiner Erfahrung die Preissensibilität der Konsumenten deutlich höher. Wer bezahlt schon gern über 15€ für eine Mittagsspeise um diese aus Plastikbehältern am Sofa in Jogginghosen zu verschlingen? Klarerweise fehlen das Flair sowie Ambiente des Restaurants vor Ort, um den Preis zu rechtfertigen. Darüber hinaus profitiert das Unternehmen besonders bei Veranstaltungen von den konsumierten Getränken. Diese Einnahmequelle fällt besonders bei Lockdowns komplett aus. Nun muss das Unternehmen durch die Corona-Krise umgekrempelt werden. Die digitale Affinität der Geschäftsführer ist nicht besonders hoch. Man konnte sich stets auf das positive WoM verlassen und auf eine digitale Präsenz vollkommen verzichten. Dieses Privileg steht dem Unternehmen durch die Änderungen in Ausgangsbeschränkungen nicht länger zu: die Implementierung eines eigenen Lieferservices steht im Raum. Diese erscheint allerdings neben den hohen Kosten durch IT-Spezialisten und den besonders langen Prozess dahinter nicht besonders lukrativ. Alle Speisen, Menüs und Getränke müssen in das interne System integriert werden. Darüber hinaus müssen SEO-Aktivitäten durchgeführt werden, damit die Restaurantwebsite überhaupt auf Google für die gängigsten lokalen Suchbegriffe der Branche aufgelistet wird. Nichtsdestotrotz stellt man sich der großen Herausforderung, investiert tüchtig in Fachmänner aus IT-Branche und geht mit dem eigenen Lieferservice im Sommer 2021 online. Ein ungünstiger Zeitpunkt, denn aktuell liegen kaum Ausgangsbeschränkungen vor. Die Stammkunden freuen sich über die Wiedereröffnung und gehen munter in das Lokal: es entstehen Engpässe im Personal, denn viele Kunden werden über den Lieferdienst aufmerksam und beschließen von zu Hause zu bestellen, nachdem sie gegoogelt haben ob das Restaurant überhaupt offen habe. Das größte Problem: nur wenige Mitarbeiter besitzen einen Führerschein. Ursprünglich war geplant, die Söhne der Geschäftsführer sollen das Essen den wenigen online Konsumenten zuliefern. Jene kommen den Tätigkeiten vor Ort und im Rahmen der Lieferung nicht nach. Neue Mitarbeiter einstellen lohnt sich nicht, da ein weiterer Lockdown nur eine Frage der Zeit ist und Entlassungen äußerst kostspielig sind. Kunden bekommen das Essen nicht rechtzeitig ausgeliefert und beschweren sich bei den Gastronomen. Die Lieferkette muss erneut unterbrochen werden, diesmal künstlich: man zieht den Stecker und geht mit dem eigenen-, mit viel Schweiß und Geld erstellten Lieferservice wieder offline. Schließlich gibt es genug Laufkundschaft und jede Menge Arbeit. Für einen kurzen Zeitraum zumindest.

Mittlerweile finden wir erneut Ausgangsbeschränkungen vor. Diesmal soll der Lockdown allerdings nicht besonders lang anhalten. Die Aufgabenstellung hat thematisch meiner Ansicht nach gut zu dem Fall meines Freundes gepasst. Aus eigenem Interesse habe ich mich bei ihm nach dem aktuellen Stand der Dinge erkundigt: der Lieferservice wird erneut angeboten und die Ausweitung über digitale Absatzkanäle scheint sich zu lohnen. Nach seinen Angaben bestellen besonders die üblichen Stammkunden in frequenten Intervallen die beliebten Mittagsspeisen, die erhoffte Neukundschaft fällt allerdings aus. Dem Arbeitsaufwand können die Mitarbeiter nun gelassen nachkommen, das Geschäft ist aber verständlicherweise nicht ansatzweise so absatzstark wie zuvor. Als signifikanten Punkt nannte er mir den Wegfall von Kündigungen im Vergleich zum ersten Lockdown. Damals mussten einige Kellner entlassen oder in Kurzarbeit umgestuft werden, da einfach kein Arbeitsbedarf vorhanden war. Dem ist nun nicht so, da sie andere Tätigkeiten entlang des Wertschöpfungsprozesses übernehmen können. Um die ursprünglichen Investitionskosten zu decken wird es bestimmt noch einige Lockdowns brauchen. Er vermerkte auch, dass Mahlzeiten online erstellt- und auf Wunsch abgeholt werden können. Diese Alternative ist allerdings nicht besonders beliebt, wodurch sich die Unumgänglichkeit von Lieferservices in der Gastronomie bei Lockdowns klar herauskristallisiert. Zusammengefasst dient dieses Beispiel zur Veranschaulichung, wie durch digitale, interne Implementierungen auch in harten Zeiten unterbrochene Lieferketten umgangen/verschweißt werden können. Solange man mit der Zeit geht.

Category: Lösungsansatz Lieferkettenunterbrechung
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Author: Marlene K Date: 30 November 2021

Während der Corona Pandemie gab es zahlreiche Engpässe von medizinischen Gütern bis hin zu Toilettenpapier. Doch ein vielleicht weniger bedachter Rohstoff, der während der Pandemie Lieferengpässe ertragen musste ist Holz. Die Forstindustrie hat ihre Bedeutung während der Pandemie vor allem in den USA und Kanada verdeutlicht.
Die Preise von Rohmaterialen sind seit dem Start der Pandemie im Februar 2020 durch die Decke gegangen. Holzpreise sind innerhalb eines einzigen Jahres bis zu 320% gestiegen. Grund dafür war die hohe Nachfrage. Warum ist die Nachfrage gerade für Holz so stark gestiegen? Aufgrund der Pandemie und der Folge daraus, dass die Menschen mehr Zeit zuhause verbrachten und Großteils von zuhause arbeiteten, beschlossen viele, jetzt sei der richtige Zeitpunkt für Renovierungen, Ausbau, Hausbau sowie etliche DIY-Projekte.
Außer der Knappheit von Holz und der daraus folgenden drastischen Preiserhöhungen kam es auch zu anderen unerwarteten Problemen. So berichtet die Forstindustrie vermehrte Diebstähle von Holz und Materialien auf Baustellen. Es wurde sogar seitens der Polizei empfohlen, Holz nicht mehr auf Online-Plattformen wie Craigslist zu erwerben, da dies mit hoher Wahrscheinlichkeit gestohlen ist.

Wie kam es dazu?
Die Holz-Knappheit hat wenig mit einem Mangel von Bäumen, also Material, zutun. Vielmehr ist die Nachfrage für Hausbau und Renovierungen mit Beginn der Pandemie so stark gestiegen, dass die Industrie nicht vorbereitet war. Es kam unter anderem zu Problemen beim Transport. Die Zahl der Industriefahrer hat abgenommen und auch der Zugtransport wurde erschwert. Das verhinderte viele Lieferanten, an Händler liefern zu können.
Die Forstindustrie musste ihre operativen Tätigkeiten an die Pandemie anpassen, was die Produktion stark verlangsamt hat und somit in weniger Angebot resultiert hat. Seit der Finanzkrise 2008 wurden wesentlich weniger neue Häuser gebaut, doch nun während der Pandemie wurden viele neue Hausbauten geplant. Die Industrie hat damit aufgrund von Kalkulationen und Schätzungen nicht rechnen können.
Reduzierte Arbeitszeiten und manchmal sogar Schließung von Produktionsstätten als Auswirkung der Pandemie verschlimmerten den Mangel zusätzlich.
Außer Auswirkungen der Pandemie spielten auch Faktoren wie der blockierte Suez Kanal und Stürme im Süden der USA eine Rolle bei den Lieferkettenunterbrechungen.

Expert/innen rechneten mit einem Rückgang der Preise mit Fortschreiten der Pandemie, doch bis jetzt hoffnungslos. Wann sich der Markt beruhigen wird, ist also nicht vorhersehbar.

Category: Case Study Lieferkettenunterbrechung
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Author: alexander.moser@edu.fh-wien.ac.at Date: 30 November 2021

Hawidere des wor a Baunga .. Wo soll ich denn am besten anfangen? 

Beginnen wir zuallererst mit dem Ende des letzten Jahres, als wir uns dazu entschlossen haben unseren Zweitwohnsitz deutlich zu vergrößern. Ausgangslage: Direkt beim befreundeten Baumeister, „Hammer“ Einreichplan mit super umgesetzten Ideen, mitanpackende Freunde und Bekannte und auch sonst (eigentlich) allerbeste Aussichten, die diesem Großprojekt (eigentlich) einen sehr raschen Baufortschritt versprechen sollten. Damit meine ich explizit - dieses!, jetziges!, heuriges! Jahr komplett ready & zwar mit Innenausbau, Außenputz, Fassadenplatten, Fenstern, Türen, Toren und allem anderen was dazugehört. Glaubst doch (eigentlich) a, oder? Leider kommt’s aber oft anders als man denkt .. 

Denn gerade in der „Corona-Zeit“, mit den vielen „Lockdowns“, Vorschreibungen & Co. haben sehr viele andere Österreicherinnen und Österreicher und natürlich alle Menschen, die in Österreich leben (wie unsere Bundesregierung so schön zu sagen pflegt) - genau denselben Gedankengang gehabt und eben leider auch zeitgleich ein Bauprojekt umgesetzt. Dem in die Hände fallend, spielt natürlich auch die allseits bekannte, umgangssprachliche Nullzinspolitik eine massive Rolle, welche langfristige und strategische Überlegungen in Bezug auf Investitionen deutlich vorantreibt. Vor allem als der Lockdown über uns gezogen ist, sollte ja u.a. die Kaufkraft mit allen Mitteln angekurbelt werden, um die Sparquote zu senken, etc.  

Zurückkommend auf das Bauvorhaben wurde bereits mit Verzögerung - teils wegen des Baubooms, teils aufgrund von anderen Corona Ursachen - leider erst im Juni 2021 mit dem Ausheben des Streifenfundaments begonnen. Das war (im Nachhinein betrachtet) eigentlich gar nicht so schlecht. Denn hätten wir früher und damit nach Plan begonnen, wäre die frustrierende Wartezeit auf das Problemkind noch größer gewesen. Aber wer ist nun dieses Sorgenkind? Richtig, die Außen-, als auch die Innenwandziegel. Denn diese wunderbaren Ziegel (vom !Weltmarktführer! Wienerberger) haben sich in punkto Lieferzeitversprechen ungefähr genauso verhalten, wie der liebe Herr Kurz im Sommer zugesichert hat, dass die Pandemie (für Geimpfte) vorbei ist. Das führte zu einem Baustillstand, welcher nur mit Doka-Platten-Crossfit-Training und einem 18er-Hilti-Bohrloch-Marathon kompensiert und so auch ertragen werden konnte. (Für jene, die wissen was ich damit meine hat sich spätestens jetzt ein Punkt zum Lachen ergeben) Doch es mussten aus Gründen der Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeit und Wohngesundheit eben diese Porotherm Ziegel sein. Wie wir dann auch von befreundeten Häuslbauern erfahren haben ziehen durch diese (*hust* künstliche *hust*) Verknappung und Begehrtheit auch die Preise der Ziegel dementsprechend an .. (was uns gsd nicht betraf, hier aber erwähnt werden muss) 

Nach unzähligen Anfragen, etlichen Mahnungen und vor allem auch der zig mal erwähnten Auftragsbestätigung und Lieferterminzusage gegenüber Wienerberger über diese verdammten Ziegel kamen sie dann endlich nach monatelanger Warterei im August 2021. Es sei zu erwähnen, dass diese bereits im !Vorjahr! 2020 (zur Sicherheit und Preisfixierung) von unserem Baumeister geordert wurden! Und dann erfährt man gemütlich beim Abladen der LKW Ladungen - direkt vom Fahrer (welcher gerade aus dem Wienerberger Lager von Leobersdorf kam), dass die Läger von Wienerberger seit Monaten mit Ziegel VOLL sind. 

Und dann fragt man sich schon: Sind das wirklich solche Gfraster?  

Category: Case Study Lieferkettenunterbrechung
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Author: ElMoRiny Date: 29 November 2021

„Schau Mousti! Der Hofer bietet jetzt auch Squat-Racks um €300 an. Wenn du dann noch auf Willhaben ein bissi hartnäckig bist, steigst du mit Langhantel und ein paar Gewichten mit knapp über einem 1000er aus und dann kann dir Wurst sein wie lange die Fitnessstudios noch geschlossen haben.“

„Chris, du kannst es mir noch 5 Mal zeigen, aber ich wird mir fix kein Squat-Rack in mein Schlafzimmer stellen…“

Die Pandemie war ein wahrlich zweischneidiges Schwert für die Fitnessindustrie. Etwaige Fitness-Influencer auf YouTube, Instagram & co. erlebten den Zuschauer-Boom ihres vergleichsweise jungen Lebens. Fitnessgeräte wiesen Preissprünge auf, die Aktienhändler eifersüchtig machten – wenn man 2020 eine Hantel kaufen wollte, musste man entweder ein kleines Vermögen auf einer 2nd-Handplattform oder konnte sich bei einem Sportgerätehändler seiner Wahl auf eine Monatelange Warteliste setzen lassen.

Dies basierte unteranderem darauf, dass ein harter Lockdown auch bedeutete, dass die Fitnessstudios, in denen die Bevölkerung sonst etwaiges Fitness-Equipment in Anspruch nimmt, auch geschlossen waren. Dies hatte zur Folge, dass einige Fitnessstudio-Geher der Meinung waren aus ihren monatlichen Zahlungen keinen Mehrwert mehr zu generieren, worauf Österreichs Fitnessstudios von einer Welle an Abonnement-Kündigungen getroffen wurden.

Nun haben wir…

  • …unzählige verzweifelte Fitnessfreaks die unbedingt trainieren möchten, aber keinen Zugang zu Geräten haben.
  • …Fitnessstudios am Rande des finanziellen Ruins, voll mit Fitnessgeräten, aber ohne Kunden.

Hierbei scheint es, meines Erachtens nach, eine recht einfache Möglichkeit zu geben, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: ein simples Bibliotheksartiges Verleih-System. Fitnessstudiomitglieder haben die Möglichkeit sich eine limitierte Anzahl an Geräten (vielleicht primär Klein-Zeugs wie Hanteln, Gewichte und Stangen) für einen definierten Zeitrahmen zu borgen. Genau wie in einer regulären Bibliothek, müssen die Kunden hierbei gewährleisten, dass sie das Equipment fristgerecht und unbeschädigt wieder zurückbringen, ansonsten zahlen sie eine Pönale. Bei einem derartigen System reicht die verfügbare Menge an Geräten nach wie vor nicht aus um die gesamte Nachfrage zu decken, allerdings wäre es förderlich um sowohl die Fitnessstudios als auch die fanatischsten Fitnessfreaks über die Runden zu helfen.

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Author: larissa.kulis@edu.fh-wien.ac.at Date: 29 November 2021

Ja, eigentlich war sie nur eine Drohne! Die Reise hat begonnen. Im Jahr 1907, über Einsätze im Ersten und Zweiten Weltkrieg fand die Drohne am Ende Ihren Platz in den Spielzimmern unsere Kinder. Mit der fortschreitenden Technologie scheint es ein endloses Bedürfnis nach diesem hochfliegenden Gerät zu geben, sowohl im kommerziellen als auch im Freizeitbereich. Aber was kann die Drohne Beitragen, um in Zukunft krisenfeste Lieferketten zu schaffen?